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Eigenen Apache-Config anlegen: Plesk per vhost.conf

5.08.2007 | 6 Kommentare | Kategorie Tipps und Tricks

Plesk als Server-Management-Software schreibt und überschreibt die Konfugrationsdateien des Apache-Web-Servers mit jeder Änderung der entsprechenden Plesk-Einstellungen. Das heißt, dass es nicht ratsam ist, die Apache-Konfiguration httpd.conf nachträglich per Editor anzupassen. Damit doch eigene Änderungen an den Domain-Einstellungen möglich sind, bietet Plesk die vhost.conf – Datei an, welche aber nicht ohne weiteres aktiv ist.

Für ergänzende Konfigurations-Anweisungen des Apaches sind die folgenden beiden Schritte notwendig:

  1. Anlegen der vhost.conf für die gewünschte Domain.
    Im Konfigurations-Verzeichnis der Domain liegt von Haus aus die Datei httpd.conf, welche von Plesk gelesen und geschrieben wird. Das Konfigurationsverzeichnis für die Domain www.domain.de liegt beispielsweise bei SuSE Linux hier: /srv/www/vhosts/domain.de/conf/. In dieses Verzeichnis gehört nun die vhost.conf – Datei, in die die Apache-Einstellungen eingetragen werden können. Alle Einträge sind dabei automatisch innerhalb der <Virtual> Konfiguration enthalten. Anschließend noch daran denken, die vhost.conf für den Web-Server lesbar zu machen: $> chmod go+r /srv/www/vhosts/domain.de/conf/vhost.conf
  2. Plesk dazu bringen, die vhost.conf Datei einzubinden.
    Auch wenn die eigenen Einstellungen in der Datei bereits korrekt eingetragen sind, so weiß der Apache noch nichts von der erweiterten Konfiguration. Plesk muss zuvor noch die Datei in die bestehende httpd.conf per Include einbinden. Dies kann hervorgerufen werden, indem die Einstellungen zu der Domain in Plesk aufgerufen und (unverändert) gespeichert werden.
    Jetzt ist die vhost.conf in der httpd.conf inkludiert und dem Apache bekannt gegeben.

Noch ein Tipp für Änderungen an der Konfiguration: Die geänderte Konfiguration sollte immer überprüft werden, bevor der Apache neu gestartet wird — egal ob per rcapache restart oder apache2ctl graceful. Bei Fehlern droht sonst, dass der Apache seinen Dienst verweigert.

Daher immer ein apache2ctl configtest vor dem “reload” durchführen ;-)

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6 Kommentare zu “Eigenen Apache-Config anlegen: Plesk per vhost.conf”

  1. Webagentur sagt:

    Kann man in der zusätzlichen Konfigurationsdatei auch einen weiteren Directory-Abschnitt definieren?

  2. sadi sagt:

    > Kann man in der zusätzlichen Konfigurationsdatei auch einen weiteren Directory-Abschnitt definieren?

    Ja, das kann man.  Wie es allerdings um VIrtualHost-Direktiven steht, weiss ich nicht.

  3. Eduard Weber sagt:

    Ja das geht und sieht z.B. so aus:
    <Directory “pfad/zu/was/auch/immer”>
    php_admin_value open_basedir “/pfad:/tmp:/pfad”
    </Directory>

  4. mattesabc sagt:

    Hallo,

    ich hatte Schwierigkeiten die vhosts.conf einzubinden.
    Dieser Beitrag hat sehr weitergeholfen.

    Vielen Dank an den Autor.

    Gruß
    mattesabc

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